Hintergrund
Die Idee des Infotag Wiedereinstieg
Der Beruf dient der Existenzsicherung der Familie, ist wichtig für das Selbstwertgefühl und sorgt für die notwendige finanzielle Sicherheit im Alter. Diese Gründe für den Wiedereinstieg in den Beruf nennen Frauen an erster Stelle. Immerhin wünschen sich mehr als zwei Drittel aller Frauen ein berufliches Comeback nach einer familienbedingten Pause. Doch vor allem für Frauen, die mehrere Jahre aus der Erwerbstätigkeit ausgeschieden sind, ist der Wiedereinstieg nicht selten ein Hindernislauf. Fehlt der einen Frau die Unterstützung durch den Partner, stößt die andere auf Zurückweisung bei der Personalchefin oder bei neuen Kollegen, bei der dritten schlägt sich die über mehrere Jahre fehlende Alltagserfahrung im Beruf in ungenügendem Selbstbewusstsein nieder.
Um Frauen in der Phase des beruflichen Comebacks Orientierung und Beratung zu bieten, initiiert und unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Infotage Wiedereinstieg – lokale Veranstaltungen zum Thema Berufsrückkehr. Der Infotag Wiedereinstieg richtet sich sowohl an Frauen, die erst noch über das Ob eines beruflichen Comebacks nachdenken als auch an diejenigen, die ihren Wiedereinstieg bereits konkret planen. Der Infotag Wiedereinstieg ist Teil des Aktionsprogramms Perspektive Wiedereinstieg, das Bundesministerin Ursula von der Leyen im März 2008 gestartet hat. Die Ministerin setzt dabei auf ein breites Aktionsbündnis, insbesondere auf die Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Europäischen Sozialfonds.
Orientierung, Information, Beratung
Das Programm des Infotag Wiedereinstieg
Die Veranstaltungen vor Ort sind wie Messen aufgebaut. An Infoständen, bei Vorträgen, Workshops und Coachings können sich die Besucherinnen und Besucher ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend informieren und beraten lassen.
Die Themen reichen von den ersten Schritten der Berufsplanung über die Organisation der Kinderbetreuung bis zu Bewerbung und Zeitmanagement. Potenziellen Berufsrückkehrerinnen und ihren Familien wird damit die Möglichkeit geboten, sich gezielt mit Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern von Beratungsstellen, Frauenverbänden, Bildungseinrichtungen, der Agentur für Arbeit und mit Unternehmen aus ihrer Region auszutauschen.
Die Unterstützung lokaler und regionaler Vereine, Verbände und Institutionen trägt entscheidend zum Erfolg jeder einzelnen Veranstaltung bei. Die Beteiligung dieser unterschiedlichen Organisationen verleiht den Infotagen Wiedereinstieg einen eigenen, lokalspezifischen Charakter.
Planung, Organisation, Durchführung
Die Akteurinnen und Akteure – Wer kann einen Infotag Wiedereinstieg organisieren?
Gleichstellungsbeauftragte der Kommunen und von Unternehmen, Beratungsstellen, Frauen- organisationen und -verbänden, Bildungseinrichtungen, Industrie- und Handelskammern – vor Ort vernetzte Institutionen und Vereine können ihren eigenen Infotag Wiedereinstieg gestalten. Sie sind für die Planung und Organisation vor Ort zuständig.
Das Servicebüro der Infobörsen für Frauen hält ein umfassendes Serviceangebot bereit, das von der Unterstützung bei der individuellen Planung und Organisation über die Bereitstellung von Werbematerialien bis zur Beratung für die Medienarbeit reicht.
Quelle: http://www.infoboersen-fuer-frauen.de/wiedereinstieg/infotag-wiedereinstieg/infotag-wiedereinstieg.html